Schwarze Rhetorik - jeder manipuliert! Teil 1

26.11.2019

Du denkst, dass man Dich nicht so leicht manipulieren kann? Richtig! Vorausgesetzt Du kennst die gängigen Manipulationstechniken. Egal, ob absichtlich angewandt oder nicht - Du wirst überrascht sein wie oft Dir Manipulation im Alltag begegnet ohne, dass Du es bisher gemerkt hast.

Doch was ist schwarze Rhetorik?

Schwarze Rhetorik, auch oft verbotene Rhetorik genannt, ist die sogenannte versteckte Einflussnahme. Man versucht also mittels Rhetorik seine Mitmenschen zu einer Verhaltens- oder Glaubensänderung zu bringen. Diese Veränderung sollte am besten unterbewusst beim Gesprächspartner stattfinden. Dabei gibt es unterschiedliche Manipulationsstrategien. Die Auswahl reicht von der Kognitiven Verzerrung bis hin zu Sprachlichen Tricks.
Wobei jeder Mensch unterschiedlich stark für bestimmte Manipulationstechniken empfänglich ist. Zudem sind wir grundsätzlich empfänglicher für Manipulation, wenn wir gestresst sind. Zum einen liegt es daran, dass wir dann “leichter zu lesen” sind. Bspw. durch unsere Körpersprache wie errötete Wangen oder wenn man beim Stehen die Beine über Kreuz hat. Zum anderen daran dass wir uns generell unter Stress leichter beeinflussen lassen. Dies hängt natürlich von der Wichtigkeit des Themas sowie auch von der persönliches Stressresistenz ab.

Welche Manipulationstechniken gibt es?

Unser Trainer Wlad unterscheidet grob zwischen drei Kategorien. Eine Manipulationstechnik ist die der “Scheinargumente”. Also Argumente, die so aussehen als wären sie welche, aber eigentlich gar keine sind. Das kennen die meisten aus dem Berufsalltag, Beispiel: “Das haben wir aber immer so gemacht!”
Die zweite Kategorie ist die der sprachlichen Tricks. Hier werden manipulative und wertende Wörter verwendet, um eine andere Person zu beeinflussen. Zudem werden bei dieser Technik häufig Fach- und Fremdwörter verwendet. Ziel dessen ist es kompetenter zu wirken, um seine Ziele zu erreichen.
Die dritte Manipulationstechnik nennt sich kognitive Verzerrung. Darunter versteht man einen Wahrnehmungsfehler des Gehirns. Als Beispiel kann man den Bestätigungsfehler, eng. confirmation bias, nennen. Dies bezeichnet die Tendenz der Menschen, dass man Informationen so interpretiert, so dass es den eigenen Erwartungen entspricht.

Manipuliert wirklich jeder?

Ja! Auch Du! Auch, wenn Du gerade denkst, dass Du schwarze Rhetorik niemals anwenden würdest, tun wir es doch meist unbewusst. Das liegt daran, dass unser Verhalten durch unsere Umwelt gelernt wurde. Bereits bei Kindern lässt sich das gut beobachten: Sie lernen, dass bspw. Weinen in der Öffentlichkeit das Verhalten der Eltern beeinflussen kann. Das führt dazu, dass sie auch künftig diese Manipulationstechnik namens Emotionale Erpressung ausüben.

Wie kann ich mich gegen schwarze Rhetorik wehren?

Dafür musst du die Techniken kennen. Damit vermeidest Du im Übrigen auch, dass Du diese unbewusst anwendest. Im folgenden zeigen wir Dir einige Beispiele und wie Du mit ihnen umgehen kannst!

Scheinargumente erkennen

Wie kann man Scheinargumente erkennen? Zum Vergleich: Ein gutes Argument ist wie folgt aufgebaut: Man stellt eine Behauptung auf, nennt eine Begründung dafür und im besten Falle nennt man noch ein Beispiel.
Bei Scheinargumenten handelt es sich vielmehr um vorgezogene Argumente. Typisch dafür sind falsche Behauptung sowie wiederholende oder verallgemeinerte Aussagen.

Typisches Beispiel für ein Scheinargument

Ein typisches Scheinargument ist das Straw Man, also das Strohmann-Argument. Hierbei versucht man einzelne Punkte und Argumente des Gegenübers aus dem Kontext zu ziehen und und so einen schwachen Punkt des Gesprächspartner anzugreifen und ihn damit schlecht darzustellen.
Beispiel für ein Strohmanargument: “Du sagst, dass wir noch regionale Produkte kaufen wollen. Was sollen denn nur die armen Leute aus dem Ausland machen? Wovon sollen die leben? Die haben auch ein Recht Gewinn zu machen!”
Ein Argument, welches darauf abzielte lokale Bauern zu unterstützen und die Umwelt zu schonen wurde falsch interpretiert und dargestellt.
Was tun gegen die Scheinargumente der schwarzen Rhetorik? Hier am besten den “Strohmann” herausstellen. Bspw.: “Gut, dass Du an die ausländischen Unternehmen denkst, aber was ist mit den lokalen Bauern und der Umwelt?”

Du willst noch mehr über schwarze Rhetorik lernen und weitere Manipulationstechniken kennenlernen? In kürze veröffentlichen wir einen weiteren Blogbeitrag namens “Schwarze Rhetorik Teil 2”.

Im Online-Kurs Schwarze Rhetorik lernst Du noch mehr über die gängige Manipulationstechniken und wie Du ihnen entgegenwirken kannst! Denn bedenke: Sprache ist Macht!


Unsere Kurs-Empfehlung für Dich: